Normwerte

Mit dem Vergleich Ihrer Untersuchungsergebnisse mit den Normwertbereichen können Sie herausfinden, ob Ihre Schilddrüse gut funktioniert, bzw. ob Ihre Schilddrüse gut eingestellt ist. Bedenken Sie aber, dass es den für alle gültigen Normwertbereich nicht gibt. Körperliche Erkrankungen oder Medikamente können Ihre Schilddrüsenwerte so verändern, dass sie außerhalb des Normwertes sind, aber trotzdem keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt. Andererseits kann es sein, dass Ihre Untersuchungsergebnisse im Normbereich liegen und die Schilddrüse trotzdem nicht optimal eingestellt ist, oder nicht krank ist. Dies gilt für die Hormonwerte genauso, wie für dan Nachweis der Antikörper!

Alle Ihre Fragen bezüglich der richtigen Hormoneinstellung können Sie mit einem Hormonarzt (Endokrinologe) besprechen. Diese Informationsseiten können nur eine kleine Hilfestellung sein und sind im Einzelfall eventuell nicht gültig.

Die Normwerte unterscheiden sich zwischen den verschiedenen Laboren und angewandten Bestimmungsmethoden. Nutzen Sie deshalb die Möglichkeit und lassen Sie sich die Untersuchungsergebnisse inklusive Normwertbereiche von Ihrem Arzt aushändigen. Selbstverständlich haben Sie ein Recht darauf und ein kompetenter Arzt wird dieser Bitte selbstverständlich nachgeben.

Vergleichen Sie dann die erhaltenen Untersuchungsergebnisse mit den angegebenen Normwerten.

Normwerte für T4:
Erwachsene: T4: 5,5-11,0 µg/dl oder 77-142 nmol/l
Erwachsene: freies T4 fT4): 0,8-1,8 ng/dl oder 10-23 pmol/l

Für Kinder und Jugendliche gibt es eigene Tabellen je nach Alter.

Normwerte für T3:
Erwachsene: T3: 0,9-1,8 ng/ml oder 1,4-2,8 nmol/l
Erwachsene: freies T3 (fT3): 3,5-8,0 ng/l oder 5,4-12,3 pmol/l

Für Kinder und Jugendliche gibt es eigene Tabellen je nach Alter.

Normwerte für TSH oder TSH basal:
TSH: 0,3-4,0 mU/l

Der obere Normwert für TSH stimuliert reicht bis ca. 20 mU/l. Ein darüber liegender Wert deutet meist eine Schilddrüsenunterfunktion aan.

Normbereiche für Antikörper gegen Thyreoglobulin (TgAK):
Negativ: <100 U/ml
Grenzwertig: 100-200 U/ml
Positiv: >200 U/ml

Normbereiche für Antikörper gegen Schilddrüsenperoxidase (TPO AK oder MAK):
Negativ: <100 U/ml
Grenzwertig: 100-200 U/ml
Positiv: >200 U/ml

Normbereiche für Antikörper gegen den TSH-Rezeptor (TSH-R AK oder TRAK):
Negativ: <9 U/ml
Grenzwertig: 9-14 U/ml
Positiv: >14 U/ml

Normbereiche für TRAKhuman:
Negativ: <1 IU/l
Grenzwertig: 1-2 IU/l
Positiv: >2 IU/l

Bei der Behandlung von Jodmangelerkrankungen wird angestrebt, die Schilddrüsenhormonwerte in den mittleren Normwert zu bringen. Der TSH liegt dabei deutlich unter 2 mU/l.

Bei der Hashimoto Thyreoiditis wird eine Ergänzung mit Schilddrüsenhormonen angestrebt, bei der die freien Schilddrüsenhormone, also fT4 und fT3, im mittleren Normwertbereich liegen sollte und das TSH meist zwischen 0,5 - 1,2 mU/l liegt.

Bei der Behandlung des Morbus Basedow mit Schilddrüsenhemmenden Medikamenten (Carbimazol, Thiamazol oder PTU) reagiert der TSH oft nicht und bleibt unverändert niedrig. Die Einstellung sollte so erfolgen, dass die Schilddrüsenhormone im mittleren Normwertbereich liegen. Wenn der TSH-Wert ansteigt, so sollte er zwischen 0,3 und 0,8 mU/l liegen. Ein erhöhter TSH-Wert erhöht auch die Gefahr einer Augenbeteiligung (endokrine Orbitopathie) beim Morbus Basedow.

Hohe Schilddrüsenhormonwerte und ein unterdrückter TSH-Wert führt manchmal dazu, dass sich Betroffene gut fühlen. Dies birgt aber die Gefahr, dass Symptome anderer Probleme oder Erkrankungen überdeckt werden. Das kann auf Dauer auch keine Lösung sein. Das eigentliche grundlegende Problem sollte deshalb diagnostiziert und behandelt werden.

Sie können auch die Möglichkeit nutzen, eine Art "Wochenbuch" zu führen. Notieren Sie die Blutergebnisse, sowie medikamentöse Veränderungen und Ihre Symptome. Veränderungen der Medikamente besprechen Sie zuvor bitte mit dem Arzt. Das "Wochenbuch" kann Ihnen auch dazu dienen einen Arztbesuch vorzubereiten.

Datum Medikation Untersuchungsergebnisse Symptom leicht mittel stark